Wir Lehrer begegnen täglich Kindern. Kindern mit neugierigen Augen, die die Welt verstehen wollen. Eine Welt, die ein Ort des Lernens, der Freundschaft und der Träume sein sollte, nicht ein Ort der Explosion, der Zerstörung und des Todes.
Mit tiefer Trauer beobachten wir die Ausbreitung des Krieges in einer Region, die seit so vielen Jahren vom Frieden abgeschnitten ist.
Angesichts der aktuellen Geschehnisse im Iran, angesichts solcher Gewalt und Hasses, ist Schweigen für uns keine Option.
Wir beugen uns keiner militärischen, religiösen oder politischen Macht, aber wir schämen uns für das Leid und den Druck, dem Kinder ausgesetzt sind.
Was die israelische Führung und die internen Extremisten dem Volk antun, ist ein Verbrechen. Als unabhängige Gewerkschaftsorganisation haben wir das Recht, davor zu warnen:
Kein Land schafft Frieden mit geballter Faust.
Im Exil lernt niemand Sicherheit.
Wir glauben, dass die Stimme der Lehrer eine Stimme des Friedens sein muss. Und dieser Frieden bedeutet nicht, Kompromisse mit Ungerechtigkeit einzugehen, sondern vielmehr, an der Seite der Menschen, insbesondere unschuldiger Kinder, zu stehen.
Wir erklären laut und deutlich:
Wir sind gegen jede Form der Kriegsführung, egal von welcher Seite sie kommt.
Wir sind gegen Gewalt, sei es im Namen Gottes, des Vaterlandes oder sogar der Freiheit.
Wir lehnen das Schweigen angesichts des Leids der Menschen ab.
und fordern alle zivilgesellschaftlichen, gewerkschaftlichen, kulturellen und bildungspolitischen Institutionen auf, sich der Verharmlosung von Gewalt zu widersetzen und der Stimme menschlicher Solidarität Gehör zu verschaffen.
In einer Welt, in der Kinder schutzlos sind, dürfen wir nicht gleichgültig bleiben.
In einer Welt, in der Politiker mit Waffen sprechen, wollen wir mit Worten, Bildung und Bewusstsein sprechen.
Wir wollen Frieden für unsere Kinder.
Dauerhafter Frieden für eine strahlende Zukunft und eine Welt ohne Gewalt.
Mit freundlichen Grüßen,
Lehrergewerkschaft des Iran (Teheran)
26. Chordad 1404 (15. Juni 2025)